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Der Trend-Report 2026 für die Versicherungsbranche: KI und die Grundlagen der Transformation

Die Einführung von KI beschleunigt sich – doch die Infrastruktur entscheidet über den Erfolg

Earnix-Team

25. April 2026

Wir haben kürzlich unseren vierten jährlichen Versicherungsreport veröffentlicht, den Earnix 2026 Industry Trends Report

Dabei zeigt sich, dass KI zwar den Betrieb von Versicherern verändert, der Erfolg ihrer Einführung jedoch stärker von der unterstützenden Infrastruktur als von der Technologie an sich abhängt..

 Mit einem ähnlichen Ansatz wie in den Vorgängerversionen wurden für den diesjährigen Bericht 400 Führungskräfte aus der Versicherungswirtschaft in Australasien, Europa, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und Kanada befragt. Die Umfrageteilnehmer repräsentierten ein breites Spektrum an Rollen und Abteilungen, darunter Aktuariat/Pricing, Analytics, Produkt, Underwriting, C‑Suite und IT/Technik.

Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Versicherungsbranche derzeit gleichzeitig mit mehreren Kräften konfrontiert ist:

  • KI-Funktionen entwickeln sich rasant weiter

  • Regulatorische Anforderungen nehmen zu

  • Altsysteme bremsen den Fortschritt

  • Kunden fordern heute digitale Erlebnisse und innovative Produkte.

Diese Kräfte verändern die Wettbewerbslandschaft für Versicherer und zwingen sie, Technologieinvestitionen, betriebliche Prozesse und Go‑to‑Market‑Strategien neu zu überdenken.

Von diesen Herausforderungen ist KI sowohl die vielversprechendste als auch die komplexeste. Die Führungskräfte erkennen zwar das Potenzial der KI zur Transformation von Betriebsabläufen, doch hängt die erfolgreiche Einführung weniger von der Technologie selbst als vielmehr von der sie unterstützenden Infrastruktur ab.

KI wandelt sich von der Experimentierphase zur Unternehmensstrategie 

Lange Zeit spielte KI in der Versicherungsbranche hauptsächlich in Innovationslaboren und Analytics-Teams eine Rolle. Zwar zeigten Pilotprojekte Chancen auf, doch sie wurden selten im großen Stil ausgerollt. Heute ist die Situation eine andere. Unsere Analyseergebnisse zeigen, dass Versicherer erwarten, dass sich der Einfluss von KI auf ihren Betrieb innerhalb des kommenden Jahres verdreifacht, wodurch Themen wie Machine Learning, automatisiertes Underwriting und dynamisches Pricing aus den Fachabteilungen auf die Agenda der Vorstände rücken.

Die Daten machen die Veränderung unmissverständlich deutlich: 81  % der Versicherer setzen KI bereits in ihren Workflows ein, wobei 43  % sie in der Mehrzahl ihrer Funktionen nutzen. In Bereichen wie Pricing-Systemen, Modellen für die Risikobewertung und Kundenplattformen beeinflusst die KI heute unmittelbar Time-to-Market und Genauigkeit. Branchenführer behandeln KI als grundlegende Infrastruktur statt als Innovation und binden sie konsequent in wesentliche Geschäftsprozesse ein, statt sie nur experimentell zu nutzen.

Trotz aller Dringlichkeit bleibt Vorsicht geboten. Versicherer gehen zwar davon aus, dass sich der Einfluss von KI verdreifachen wird, jedoch befürworten 56  % eine langsame Einführung, bei der in den nächsten drei Jahren weiterhin Menschen die Aufsicht haben. Dahinter steht eine pragmatische Einsicht: KI ist vielversprechend, doch eine falsche Implementierung führt zu Risiken.

Die Frage ist nicht, ob KI eingeführt werden soll, sondern wie dies verantwortungsvoll geschieht – unter Berücksichtigung von Compliance, Datenqualität und der Vorbereitung des Unternehmens.

„83 % der Führungskräfte befürchten, dass ihre KI-Modelle mit unvollständigen oder ungenauen Daten trainiert werden – ein klares Indiz dafür, dass nicht die Algorithmen, sondern die Infrastruktur den Erfolg bestimmt.“

Die Infrastruktur-Herausforderung, die über den Erfolg von KI entscheidet 

Die meisten Versicherer arbeiten noch immer mit Technologie aus einer anderen Zeit. Veraltete Systeme, die einst Underwriting, Policenverwaltung und Schadensbearbeitung ermöglicht haben, bremsen heute jeden Ablauf aus. Sie erschweren die Bereitstellung neuer Modelle, das Anpassen von Pricing oder den Datenaustausch zwischen Teams. Mit wachsenden regulatorischen Anforderungen an Transparenz erhöhen diese Systeme das Compliance-Risiko.

Unsere Forschung zeigt eindeutig: KI wirkt als Beschleuniger, ist aber für sich genommen keine vollständige Lösung. In Verbindung mit sauberen Daten und modernen Systemen verbessert KI die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung und die Genauigkeit der Risikobewertung. Dennoch sorgen sich 83 % der Führungskräfte, dass ihre KI-Modelle mit unvollständigen oder ungenauen Daten trainiert werden. Wird KI auf fragmentierte Altsysteme mit schwacher Data Governance aufgesetzt, verstärkt sie bestehende Probleme, anstatt sie zu lösen. Jene Versicherer, die KI erfolgreich nutzen, sind diejenigen, die zuerst in moderne Systeme, optimierte Datenpipelines und klare Governance-Rahmenwerke investiert haben.

Diese Lücke in der Infrastruktur erklärt, weshalb die Nutzung von KI trotz Unterstützung durch das Top-Management so unterschiedlich ausfällt. Versicherer mit modernisierten Plattformen setzen neue Modelle in wenigen Wochen statt Monaten um. Wer die Modernisierung aufgeschoben hat, sitzt nun in der Falle: Veraltete Systeme bremsen das Potenzial von KI aus, während die Konkurrenz die Nase vorn hat.

Die Gewinner im Jahr 2026 werden nicht jeder neuen KI-Technik hinterherlaufen. Stattdessen schaffen sie Grundlagen, die auf Anpassungsfähigkeit und kontinuierliche Verbesserung ausgelegt sind.

Von operativer Effizienz zur strategischen Neuerfindung 

Modernisierung beschränkt sich nicht auf die Aktualisierung von Systemen. Ziel ist es, Unternehmen so aufzustellen, dass sie schnell agieren können. Dazu müssen Silos zwischen Aktuariat, Underwriting, IT und kundenorientierten Teams abgebaut werden, damit Erkenntnisse frei zirkulieren. Ebenso müssen neue Produkte in wenigen Tagen statt in mehreren Monaten eingeführt und Pricing-Modelle bei neu verfügbaren Daten laufend angepasst werden..

Die Versicherer, die jetzt in diese Bereiche investieren, schaffen sich Vorteile, die sich mit der Zeit vervielfachen. Sie können auf Marktveränderungen reagieren, während Wettbewerber mit Systembeschränkungen kämpfen. Stillstand ist keine Option, wenn Klimarisiken, Cyberbedrohungen und Kundenerwartungen sich schneller verändern, als traditionelle Planungszyklen dies abbilden können.

Benchmarking Ihres Unternehmens 

Das Potenzial von KI ist klar, doch um es auszuschöpfen, braucht es mehr als nur Begeisterung. Die Versicherer, die 2026 führend sein werden, sind diejenigen, die die Infrastruktur, Datenpraktiken und Governance-Frameworks schaffen, mit denen KI im großen Maßstab funktioniert. Dieser Bericht liefert Benchmarks und Erkenntnisse, die Ihnen helfen, den Status Ihres Unternehmens zu bewerten und die nächsten Schritte zu bestimmen.

Laden Sie den Trend-Report 2026 für die Versicherungsbranche herunter, erhalten Sie Zugriff auf die vollständigen Ergebnisse und vergleichen Sie Ihr Unternehmen mit Branchenführern.

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